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Ausbildung für das Leben im Internet

Innovative neue Ausbildungsberufe und immer neue Studiengänge, die sich mit einzelnen Aspekten des Internets beschäftigen, werden regelmäßig eingeführt. Auch Weiterbildungen und Kurse zu zahlreichen Teilaspekten des digitalen Lebens sind erhältlich. Ein extrem wichtiger Teil der Ausbildung von Menschen, die täglich mit dem Internet zu tun haben, fehlt aber in allen Gesellschaften immer noch.

Die Schule lehrt nichts über das Internet

Schulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen weltweit feiern sich selbst gerne dafür, dass Sie bei der Ausbildung ihrer Schüler auf das Internet zurückgreifen. Interaktive Kurse, digitale Lehrbücher und andere Angebote gelten als modern. Eine allgemeine Ausbildung zum Thema Internet fehlt allerdings in den Lehrplänen der Schulen. Wer heute einen Arbeitsplatz sucht, eine Wohnung finden möchte oder ein Restaurant in seiner Nähe aufsuchen möchte, kommt ohne Internetkenntnisse praktisch nicht aus. Die Technik und Bedienung des Internets ist so einfach geworden, dass dies für die meisten Menschen auch kein Problem darstellt. Schülern und anderen Auszubildenden wird allerdings nichts über Bedienung des Internets und die damit verbundenen Gefahren, Stolperfallen und Einschränkungen beigebracht. Dies macht insbesondere viele junge Menschen zu leichten Opfern von Falschinformationen, Betrügern und Datenmissbrauch.

Lernen für das digitale Leben

Fast jeder Bereich des Lebens wird heute vom Internet beeinflusst, manchmal sogar bestimmt. Dabei wird es immer wichtiger, Informationen die das Internet bietet richtig einschätzen zu können. Das Lernen für das digitale Leben sollte dabei nicht länger durch Selbstversuche stattfinden. Schulen müssen jungen Menschen ein gewisses Basiswissen näherbringen. Folgende Bereiche sollten daher dringend in die Lehrpläne aufgenommen werden:

Medienkritik

Junge Menschen müssen lernen, Informationen im Internet einschätzen zu können. Dazu gehört, ihnen zu vermitteln, dass nicht alle Inhalte im Internet wahr sind und oft mit bestimmten Absichten veröffentlicht werden. Wer sich die Webseite von Zeitungen und Zeitschriften im Internet anschaut, hat beispielsweise oft Schwierigkeiten, Artikel von Werbeartikeln zu unterscheiden.

Datenschutz

Apps verlangen weitreichende Berechtigungen zum Zugriff auf Daten im Mobiltelefon, und was eigentlich in den Nutzungsbedingungen bei vielen Angeboten im Internet steht, bleibt vielen Nutzer ein Rätsel. Schülern müssen Grundsätze beim Datenschutz im Internet vermittelt werden und sie müssen Sinn und Zweck von Sammlungen ihrer Daten verstehen können.

Bezahlte Inhalte & Produktplatzierungen

Insbesondere in den sozialen Medien verschwimmen die Grenzen zwischen Beiträgen, gesponserten Inhalten und offener Werbung immer weiter. Da hier gesetzliche Maßnahmen ohnehin nicht umgesetzt werden können, müssen junge Menschen lernen, hier die Unterschiede zu erkennen und wahrzunehmen.

Das digitale Profil selbst bestimmen

Junge Menschen müssen dafür sensibilisiert werden, dass ihre Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt werden können, um so komplette Profile von ihnen zu erstellen. Hier geht es um die Vermittlung der technischen Möglichkeiten und der Konsequenzen, die sich daraus für Einzelpersonen ergeben können.

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