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Der Wandel zum digitalen Design

Wer vor einigen Jahren von Design sprach, meinte damit in erster Linie Produktdesign. Modedesigner und Designer von Industrie- und Verbrauchsgütern aller Art waren bekannte Vertreter dieser Berufsgruppe. Inzwischen spielt das digitale Design die Hauptrolle. Grafikdesigner und verwandte Berufe machen die größte Gruppe unter den Designern aus, und die Nachfrage nach Digitaldesign steigt weiter.

Was digitales Design überhaupt ist

In der Theorie unterscheidet sich das traditionelle Design vom digitalen Design hauptsächlich durch die Werkzeuge, die der Designer verwendet. Während früher Zeichnungen, Modelle und Prototypen die Hauptwerkzeuge der Produktdesigner waren, finden digitale Designprozesse heute an den Computern statt. Der technische Fortschritt hat viele manuelle Arbeiten im Design überflüssig gemacht. Moderne Computer berechnen Materialverbrauch, Stabilität und andere für das Produktdesign wichtige Kriterien, während des Designvorgangs direkt im Computer erfolgt und es dem Designer ermöglicht, diese Faktoren in Echtzeit in seinen Designentwürfen zu berücksichtigen.

Grafikdesign ist die neue Königsklasse

Die neue Königsklasse im Designbereich ist das Grafikdesign. Die Nachfrage nach immer mehr digitalen Inhalten und Produkten macht das Grafikdesign in vielen Bereichen unentbehrlich. Webseiten, Apps, alle Arten von Software benötigen Grafikdesign. Fotos und Videos für alle Arten von Medien werden inzwischen ebenfalls von Grafikdesignern erstellt oder bearbeitet. Während ein Designer früher hauptsächlich für die Ästhetik von Produkten verantwortlich war, erfüllt das Grafikdesign verschiedene andere Aufgaben. Bei Software und Apps geht es dabei darum, dass der Nutzer diese möglichst intuitiv bedienen kann. Symbole, Farben, einzelne Elemente der Typografie werden dazu verwendet. Bei Bildern und Videos für alle Arten von Medieninhalten geht es darum, diese in hervorragender Qualität zu präsentieren und gleichzeitig die Botschaft des Inhaltes optimal zu unterstützen.

Der Beruf des Grafikdesigners

Bevor das Internet aufkam haben sich Grafikdesigner mit der Gestaltung von gedruckten Katalogen, Flugblättern, Werbeschriften, aber auch mit Formularen und Büchern beschäftigt. Ihre Tätigkeit war eng verbunden mit den Arbeiten des Schriftsetzers, der die Texte für Zeitungen, Zeitschriften und andere Druckerzeugnisse gestaltet hat. Da all diese Dinge inzwischen hauptsächlich in elektronischer Form veröffentlicht werden und auch die Werkzeuge in der Mehrzahl aus Computerprogrammen bestehen, hat der Beruf des Grafikdesigners stark an Bedeutung gewonnen. Von einem Grafikdesigner wird inzwischen erwartet, dass er neben Fotos und anderen Illustrationen auch Texte, Videos, alle Arten digitaler Werbung und andere Medienarten für das Internet gestalten kann. Der Schriftsetzer konzentriert sich inzwischen fast ganz auf die Arbeit mit dem sogenannten Desktop-Publishing (DTP), bei dem Texte ausschließlich am Computer in die gewünschte Form gebracht und bearbeitet werden.

Weiter steigende Nachfrage nach Grafikdesign

Nicht ohne Grund haben sich im Grafikdesign inzwischen zahlreiche neue Fachgebiete etabliert. Videoschnitt, Corporate-Design und Bildbearbeitung sind solche Fachgebiete. Digitale Medieninhalte und andere digitale Produkte verlangen dabei nach immer mehr Grafikdesign. Neben klassischen Webseiten kommen inzwischen auch Computerspiele, Apps für mobile Endgeräte und viele andere Anwendungen im Internet nicht mehr ohne professionelles Grafikdesign aus. Sogar Beiträge in den sozialen Medien werden häufig vom Grafikdesigner bearbeitet oder komplett von ihm gestaltet.

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